Abschlusstagung Teilprojekt Gießen: Kriminologische Analyse von Amoktaten – junge und erwachsene Täter von Mehrfachtötungen, Amokdrohungen

im BMBF-geförderten Verbundprojekt TARGET (Tat- und Fallanalysen hoch expressiver zielgerichteter Gewalt)

 

Das Projekt „Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt (TARGET)“ ist ein interdisziplinäres Forschungsverbundprojekt auf nationaler und internationaler Ebene zur Erforschung von Ursachen und Prävention von Amoktaten. Der Forschungsverbund analysiert deutsche Fälle hochexpressiver zielgerichteter Gewalt durch jugendliche Einzeltäter (Amok, School Shooting) unter verschiedenen Perspektiven. Zu den Zielen des Projektes gehört den Entwicklungsprozess im Vorfeld, den konkreten Ablauf und die soziale Rahmung solcher Taten zu beschreiben und interdisziplinär konsensfähige, empirisch-begründete Entwicklungsmodelle zu erarbeiten. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit II“ vom März 2013 bis zum Juni 2016 gefördert.

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt an Schulen ist Mitglied des Beirats des Forschungsverbundes TARGET.

Die Professur für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug (Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg) an der Justus-Liebig-Universität Gießen ist mit dem Teilprojekt „Kriminologische Analyse von Amoktaten – junge und erwachsene Täter von Mehrfachtötungen, Amokdrohungen“ am Projekt TARGET beteiligt.

Im Gießener Teilvorhaben des Verbundprojekts wurden die Fälle nach Strafakten analysiert und vergleichend besprochen. Ergänzend wurden fehlende Informationen eingeholt (Interviews mit Angehörigen, Bekannten, Opfern und Hinterbliebenen, Opferzeugen und mit Tätern selbst). Im Projekt wurden psychiatrisch-psychologische Begutachtungen und Einschätzungen vorgenommen. Da viele Täter bereits verstorben sind, kam auch die Methode der psychologischen Autopsie zum Einsatz.

Das Forschungsprojekt erhielt diesen Monat leider erneut Aktualität, wie Prof. Dr. Britta Bannenberg als Leiterin des Gießener Teilprojekts feststellte: „Die jüngsten Taten durch Einzeltäter in Orlando oder in Großbritannien (Attentat auf Jo Cox) zeigen Täterpersönlichkeiten, die in ihrer wirren Mischung aus Hass und Extremismus auch in unserer Studie wiederzufinden sind.“

Neben vollendeten und versuchten Tötungsdelikten waren auch Amokdrohungen von hohem Interesse. Das Ziel des Projektes lag darin, die Gefährlichkeit der Umsetzung einer Ankündigung oder Drohung besser einschätzen zu können und Leitlinien zur Kriminalprognose für Polizei, Psychiatrie / Psychotherapie und Justiz zu entwickeln.

Bei der Abschlusstagung des Gießener TARGET-Teilprojekts wurden nun am 23.06.2016 von Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg, Frau Dr. Petra Bauer, Frau Anna-Lena Braun und Frau Dipl.-Psych. Alexandra Kirste die Ergebnisse vorgestellt.

 

Im Rahmen des Beratungsnetzwerks Bedrohungsmanagement berät Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg kostenlos bei der Abklärung von Amokdrohungen (Gefahrenprognose) und beim Umgang mit der bedrohlichen Person. Dieses Beratungsangebot zur Amokprävention beruht auf einer Zusammenarbeit von Prof. Dr. Britta Bannenberg und dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt an Schulen.

 

Eine Übersicht über die Forschungsergebnisse des TARGET-Teilprojektes können Sie hier als pdf herunterladen

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Hier ein Artikel über die Gießener Abschlusstagung im Gießener Anzeiger

 

Meldung auf SWR1: "Neue Studie über junge Amoktäter"

 

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BERATUNGSNETZWERK  BEDROHUNGSMANAGEMENT

 

IHR ANLIEGEN

 

Sie sind besorgt…

wegen des Verhaltens eines Schülers / einer Schülerin (eines Mitschülers / einer Mitschülerin) / eines Freundes Ihrer Kinder / eines Kollegen / eines Bekannten?

Das Verhalten wirkt bedrohlich, ist jedoch schwer einzuschätzen?

Es könnte sich um eine Amokdrohung handeln?

Es könnte auch ein unbedachter, dummer Scherz sein?

Es könnte aber auch der Hinweis auf eine andere Problemlage sein?

 

Sie sind sich nicht sicher…

  • ob Sie die Polizei informieren sollten?
  • ob es sinnvoll wäre, die Schulpsychologie oder andere externe Berater einzuschalten?
  • ob Sie den Schüler / den Kollegen selbst ansprechen sollten?

 

UNSER ANGEBOT


Rufen Sie uns zu den üblichen Geschäftszeiten einfach unter folgender Rufnummer an:


07195 - 589 570


Falls Sie ausnahmsweise niemanden erreichen, rufen wir Sie innerhalb von 24 Stunden zurück. Bitte hinterlassen Sie Ihre Rufnummer auf dem Anrufbeantworter.


Schreiben Sie uns eine Mail:

info@aktionsbuendnis-amoklauf.de


Sie erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.

Wir stellen den Kontakt zu einer kostenlosen Beratung durch die Professur für Kriminologie (Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg) der Justus-Liebig-Universität Gießen her.

Wir arbeiten mit der Professur für Kriminologie zusammen.

 

Weitere Informationen zum Beratungsnetzwerk Amokprävention finden Sie auf der Homepage der Professur für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität Gießen:

https://www.uni-giessen.de/fbz/fb01/professuren/bannenberg

 

Hinweis für Anfragen aus Baden-Württemberg:

Bitte wenden Sie sich bei Unsicherheiten zu bedrohlichem Verhalten im Schulkontext direkt an die für Ihre Region zuständigen polizeilichen oder schulpsychologischen Ansprechpartner:

Polizeipräsidien Baden-Württemberg

https://www.polizei-bw.de/Dienststellen/Seiten/default.aspx


Schulpsychologische Beratungsstellen Baden-Württemberg

http://www.kompetenzzentrum-schulpsychologie-bw.de/,Lde/Startseite/Schulpsychologie+BW/Schulpsychologische+Beratungsstellen+in+Baden_Wuerttemberg

 

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"Akrobatik - gemeinsam stark"

 

Offenes Angebot für Kinder und Jugendliche aller Schulen und Vereine durch Equilibristik Vertrauen in die Gemeinschaft, Stärkung des Selbstbewusstseins und Spaß an gemeinsamen Aufgaben zu erfahren.

Das Konzept des Projekts thematisiert Themen des sozialen Umgangs wie Toleranz, Vertrauen, Leistungsbereitschaft, Kooperation und Selbstwertgefühl. Da der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich der Equilibristik liegt – der Boden- und Partnerarbeit mit Pyramidenaufstellung – ist es den TeilnehmerInnen möglich, in eigener Erfahrung die Bedeutung sozialer Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Kooperation und Toleranz zu erproben. Insofern sich in dem obengenannten Bereich der Akrobatik in kurzer Zeit sichtbare Erfolge einstellen, trägt das Modell zu einer positiven Entwicklung des Selbstwertgefühls der TeilnehmerInnen bei. Diesem Aspekt soll in der Gestaltung einer öffentlichen Abschlussveranstaltung Rechnung getragen werden.

Unter Anleitung einer Sportpädagogin mit Ausbildung im Fach Akrobatik und einer Assistentin werden in mehreren Übungseinheiten die Grundlagen der Equilibristik erlernt und – auf Wunsch –   unter kreativer Mitwirkung der TeilnehmerInnen ein gemeinsames Programm zur Gestaltung einer Abschlussveranstaltung erarbeitet.

 

Buchung und Kosten auf Anfrage.