Im Rahmen der 4. Internationalen Abrüstungskonferenz für leichte Waffen bei den Vereinten Nationen in New York ist das AAW mit Vertretern der IANSA zusammengetroffen. Die IANSA ist eine weltumspannende Organisation deren Ziele es sind, Produktion, Handel und Besitz kleiner und leichter Waffen einzudämmen.
Rebecca Peters, Direktorin der IANSA mit Sitz in London, freute sich sehr über das neue Mitglied. „Es ist wichtig für uns, dass in einem solchen Gremium auch Vertreter europäischer Organisationen sind, da Waffen nicht allein das Problem afrikanischer und südamerikanischer Staaten sind. Gerade das hat ja der schreckliche Amoklauf von Winnenden gezeigt.“ Dr. Michael North, Mitglied des Vorstands der IANSA und Vater einer bei einem Amoklauf in Dunblane/Schottland getöteten Tochter hatte bereits vor einiger Zeit Kontakt zum Aktionsbündnis aufgebaut. „Es ist wichtig, dass Familienangehörige solcher Taten gehört werden. Die Bevölkerung muss immer wieder wachgerüttelt werden, dass diese Taten nicht immer woanders passieren. Wo Waffen verfügbar sind, besteht immer die Gefahr eines Amoklaufs.“
Das Aktionsbündnis verspricht sich von der Zusammenarbeit mit der IANSA den Druck auf die Waffenlobby und Politik in Deutschland zu erhöhen. Das im vergangenen Jahr geänderte Waffengesetz bietet immer noch zu viele Schlupflöcher. Waffenkontrollen werden nicht oder viel zu selten durchgeführt. Und wenn es zu Kontrollen kommt, dann mit erschreckenden Ergebnissen und fast immer ohne die vom Gesetzgeber vorgesehenen Konsequenzen. Bei Waffenkontrollen wurden in über 50% aller Fälle Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt. Die Regierung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht genug für die Einhaltung der Gesetze zu unternehmen.
Auf dem Foto von links nach rechts:
Rebecca Peters, Direktorin der IANSA
Hardy Schober, Vorstand des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Dr. Michael North, Mitglied des Vorstands der IANSA
Carlos Bolesch, stellv. Pressesprecher des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
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