Benefiz-Show der Erfolgsmusicals

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Benefiz-Gala zugunsten der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ am 9. Januar 2012 im Waiblinger Weihnachtszirkus

Manege frei für „Musical Affair“

Internationale Musical-Profis und Lokale Acts präsentierten die größten Musical-Hits vor über 1000 begeisterten Zuschauern.

Der Zeitungsverlag Waiblingen schrieb auf seiner Titelseite: Singen und tanzen gegen Gewalt

 

 

 

 

Weiter berichtete der ZVW am 11. Januar 2012 in seiner Ausgabe:

Die Programmzusammenstellung war gewagt, doch das Konzept ging auf. 150 Mitwirkende unterhielten abwechslungsreich rund 1000 Zuschauer im Zirkuszelt des Waiblinger Weihnachtszirkus. Mit den Einnahmen wirddas Theaterstück „War doch nur Spaß“, ein Projekt der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“, weiterfinanziert. Der Abend beginnt standesgemäß mit dem bekanntesten Chorleiter der Welt. Präsidentialer, als es deutsche Staatsoberhäupter vermögen, schreitet Gotthilf Fischer durch die Manege, behutsam und bestimmt wie ein Löwendompteur pointiert er mit seinem Taktstab jede einzelne Silbe von der „Ode an die Freude“. „Feuertrunken“ verleihen die Fischerchöre dem Abend internationales Flair. Nicht umsonst ist die Ode die offizielle Hymne der Europäischen Union. Danach führt Fischer seinen Chor ansatzlos in ein Abba-Medley. Das Publikum singt textsicher jede Zeile mit, klatscht im Rhythmus und lässt die Schultern kreisen, während Fischer wie elektrisiert mitswingt.
Bereits nach wenigen Minuten ist das Eis gebrochen und die Begeisterung auf die Ränge übergeschwappt. Welthits und Choreografien für den guten Zweck Das Publikum kann gleich weiterklatschen.
Der Hauptakt, das Wiener Ensemble „Musical Affair“ unter der Leitung von Jürgen Solis, knüpft mit einem Medley aus dem Musical „Hair“ an. Über den ganzen Abend hinweg präsentieren die Wiener Hits aus Musicals wie „Sister Act“, „König der Löwen“ oder „Phantom der Oper.“
„Jürgen Solis war zufällig in Waiblingen, als wir dieses Zirkusprojekt geplant hatten.
Spontan sagte er zu. Doch es war uns auch wichtig, dass auch Künstler aus der Region vertreten sind“, sagt Mitveranstalter Hans Derer, der für die Dramaturgie zuständig ist. „Fast wäre auch Konstantin Wecker dabei gewesen. Leider hatte er keine Zeit“, ergänzt Hardy Schober, Vorsitzender der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen“.

Videobeitrag von Regio-TV

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Die Stiftung wurde nach dem Winnender Amoklauf vom März 2009 gegründet. Ziel der Stiftung ist es, dazu beizutragen, dass die Wiederholung von Amokläufen verhindert wird.
Mit dem Erlös der Gala soll das Theaterprojekt „War doch nur Spaß!“ weiterfinanziert werden. Dieses Klassenzimmerstück gegen Mobbing wurde bereits 240-mal kostenlos in Schulen aufgeführt. Die 30 000
Euro, welche die Benefiz-CD „Die Liebe bleibt“ einbrachte, sind mittlerweile aufgebraucht.
„Die CD war eher trostspendend. Die Gala will Mut machen und verändern“, so Derer.
Das eingespielte Team Schober und Derer hat schon die Zusage von der Zirkus-Besitzerin Britta Sperlich erhalten, auch im nächsten Jahr das Zelt für die Gala kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Neben der Musik gibt es an diesem Abend ein weiteres tragendes Element: die ausgetüftelten Choreografien und Tanzeinlagen.
Das Wiener Ensemble „Musical Affair“ bringt nicht nur Schwung in die Manege, sondern tanzt auch durch die Sitzreihen und mit dem Publikum. Bei dem Medley von „Greece“ wird kurzerhand die „Waiblinger Tanzgruppe“ ins Leben gerufen.
Rund 40 Zuschauer werden offenkundig willkürlich ausgewählt, um als Teil einer Choreografie mitzuwirken. Vor allem die Zuschauer mit verschränkten Armen und teilnahmslosen Blicken werden auserkoren und mit Hilfe von buntem Scheinwerferlicht und ermutigendem Applaus überredet.
Mit sage und schreibe 48 Tänzerinnen treten die „Happy Hoppers“ der Sportfreunde Höfen-Baach auf. In vier Altersgruppen gestaffelt zeigt die Showtanzgruppe, welchen Charme synchron dargebotene Tanzeinlagen haben.
Den feierlichen Schlusspunkt setzten Petra Rennings, die auch durch den Abend führte, und Brendan Keeley, der zuvor seinen Charthit „You Sleep with Angels“ performte.
Mit dem Titelsong der Benefiz-CD „Wir geben niemals auf“ erzeugten sie Gänsehaut-Stimmung. Die Zuschauer fassten sich an den Händen, um zu signalisieren: „Wir stehen zusammen gegen Gewalt.“
Fast alle Musik-Genres werden abgedeckt Es war ein Experiment und es ist geglückt:
150 Tänzer und Musiker, elf Programmpunkte in über drei Stunden sind zweifelsfrei ein ambitioniertes Unterfangen. Die musikalische Bandbreite wurde bis an die Grenzen ausgereizt. Selbst der erfahrene Konzertveranstalter Derer kann sich an eine solche Programmvielfalt nicht erinnern.
Von der feierlichen „Ode an die Freude“ über kurzweilige Medleys weltbekannter Musicals, von Guggenmusik über basslastigen Dancefloor-Techno, von nah am Wasser gebauten Balladen bis hin zum Schlager, vom Jazz über Gospel bis hin zur Singer-Songwriter-Musik wurde an dem Abend kaum ein Genre ausgelassen. Sobald
sich nur ein Hauch einer Gelegenheit bot, quittierte und unterstützte das Publikum die Darbietungen mit rhythmischem Klatschen. Nach diesem Mammutprogramm wird der eine oder andere Zuschauer sich bestimmt Blasen und Schwielen an den Handflächen zugezogen haben.

[ZUR BILDERGALERIE DES ZVW] mit Bildern von Benjamin Beytekin


Die Stars des Abends

In über drei Stunden sorgten die Künstler für ein abwechslungsreiches Programm:

  • Gotthilf Fischer und seine „Fischer-Chöre“
  • Roland Bless (Ex-“Pur“)
  • Silke Hauck
  • Petra Rennings
  • Brendan Keeley
  • Tanja und Ines („Fischer-Chöre“)
  • die „Querköpf"
  • „Happy Hoppers“
  • „The Gospelhouse“
  • Jürgen Solis und sein Musical-Ensemble „Musical Affair“

 



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CD "Musical Affair" hier erhältlich:

  • Beim Aktionsbündnis unter Telefon 07195 589 570
  • Zeitungsverlag Waiblingen, Geschäftsstellen
  • Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, Büro
  • E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.