Was brauchen unsere Kinder, damit sie Gewalt nicht brauchen?

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Kamingespräch am 15. Februar 2012 in München
mit Gisela Mayer, Vorstand „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden - Stiftung gegen Gewalt an Schulen“

 

 

 

Es war keine Naturkatastrophe, es war eine durch menschliches Handeln verursachte Katastrophe, die am 11. März 2009 in Winnenden fünfzehn Men­schen das Leben kostete und es für viele andere für immer verän­derte.

Von diesem Punkt ausgehend gilt die Fragestellung des Abends drei Jahre später den Gründen und Ursachen für die Entste­hung von Gewalt, da ein Amoklauf immer am Ende einer Ent­wicklung steht und ledig­lich die Spitze eines Eisbergs aus Gleichgültigkeit und alltäglicher Gewalt ist.

Aus verschiedenen Perspektiven werden Entwicklungen in familiären, schuli­schen und gesellschaftlichen Kontexten beleuchtet, denn „das Le­ben unserer Kinder wird geprägt von dem, was wir jahrelang mit ihnen tun oder unterlas­sen.“ Neben der Diagnose der Rahmenbedingungen werden Therapiean­sätze vorgestellt: Wie sehen Gelingensbedingungen zwischenmenschlichen Umgangs und individueller Beziehungsgestaltung aus, denn: „Menschsein ist nicht nur ein Zustand, sondern vor allem eine Aufgabe.“

Unter diesen Aspekten werden auch aktuelle Präventionskonzepte, wie sie im schulischen Kontext vorgeschlagen werden, diskutiert.