Gisela Mayer verlor bei dem Amoklauf ihre Tochter Nina; die junge Lehrerin wurde auf dem Flur erschossen. Elena Altmann überlebte, weil der tote Körper einer Freundin über sie fiel. Die Schülerin, die drei in der Schulbank neben ihr sitzende Freundinnen verlor, wurde fünfmal angeschossen.
Die angehenden Lehrerinnen Julia Doran, Sandra Kurpiers und Justine Rompa haben in einem Film den Amoklauf von Winnenden aus Sicht der Opfer betrachtet. Die drei künftigen Lehrerinnen wollen mit ihrem Film Opfer, Angehörige und Helfer in den Vordergrund rücken. Sie haben sich eine Aussage von Mayer zu eigen gemacht, die ein Umdenken der Schulen fordert: „Was wollen wir haben, den genialen Mathematiker oder Menschen, die miteinander in der Gesellschaft leben und dann auch noch Mathe können?“
Doran, Kurpiers und Rompa gehen einen Schritt weiter. Sie wollen Empathie fördern. „Das ist die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen hineinzufühlen“, erläuterte Kurpiers. Nur wer das könne, der könne helfen.