„War doch nur Spaß!“ ist ein interaktives Klassenzimmerstück für die Klassenstufen 7 bis 12 über Gewalt im Schulalltag. Dabei geht es nicht nur um exzessive Ausbrüche von Gewalt, sondern auch um die Gewalt im Kleinen, die häufig nicht mal als solche wahrgenommen wird. Das Stück geht der Frage nach, wo die Grenzen akzeptablen Verhaltens unter Schülerinnen und Schülern überschritten werden und wo aus Spaß Ernst wird. Der Schauspieler Thomas Fritsche ist zugleich Spielleiter der die Klasse zum Mitmachen auffordert und Sprecher der im Stück agierenden Figuren. Unterstützt wird er durch vier Schülerinnen oder Schüler, die Handpuppen bekommen. Mitschüler als Handpuppen dargestellt zu sehen, sorgt bei allem Ernst der Thematik für eine ungezwungene Atmosphäre.
Das Stück möchte Empathie fördern. In inneren Monologen der einzelnen Figuren wird klar, was sie wirklich denken und fühlen, so dass die Schülerinnen und Schüler sich in die Figuren hineinversetzen können. Es greift typische Elemente der Jugendsprache auf. So können die Schülerinnen und Schüler quasi sich selbst zuhören und ihr eigenes Verhalten anhand der Handlung des Stücks reflektieren. „War doch nur Spaß“ dauert eine Schulstunde, anschließend dient eine zweite Schulstunde dazu, die Klasse nach ihren Eindrücken zu befragen und die Schülerinnen und Schüler aufzufordern, über Lösungsansätze für die Figuren in den gezeigten Konfliktsituationen nachzudenken.
Das Stück wurde von Thomas Fritsche und Helga Fleig im Auftrag des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden -Stiftung gegen Gewalt an Schulen“ entwickelt. Die Entstehung des Theaterstücks wurde von Theaterpädagogen und Friedensforschern begleitet.
Die Stiftung übernimmt die Finanzierung des Projektes, so dass es für Schulen hier ein kostenloses Angebot zur Prävention von Mobbing gibt. Anfragen zur Buchung des Klassenzimmerstück können ab sofort über die Homepage www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de erfolgen. Hier gibt es auch einen Buchungsplan und zur weiteren Information steht ein Flyer zum Download bereit, indem das Stück beschrieben ist.
Hardy Schober, Vorsitzender der Stiftung: „Das Klassenzimmerstück wurde über Monate entwickelt. Dabei haben uns sehr viele ehrenamtlich tätige Fachleute geholfen. Das Stück soll in gewohnter Umgebung, also im eigenen Klassenzimmer, die Empathie gegenüber Mitschülern stärken. Wenn wir es schaffen Toleranz und gegenseitigen Respekt zu vermitteln, haben wir wieder einen kleinen Schritt in eine gewaltfreiere Welt getan.“
Sie können dieses Projekt mit einer Spende für die Stiftung unterstützen. Bei der Kreissparkasse Waiblingen ist ein Spendenkonto eingerichtet:
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Kreissparkasse Waiblingen
Spendenkonto 150 572 75
BLZ 602 500 10
Stichwort Klassenzimmertheater
Informationen über das Team des Klassenzimmerstücks:
Thomas Fritsche, Schauspieler:
Jahrgang 1971, staatliche Schauspielausbildung in Stuttgart, Engagements in Karlsruhe, Stuttgart, Würzburg, Hof, Heilbronn u.a.
Helga Fleig, Regisseurin und Autorin
Jahrgang 1970, Studium Anglistik und Germanistik in Hannover, Regiearbeiten in München, Pforzheim, Karlsruhe, Ravensburg, Würzburg, Hof u.a.